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Handlungskonzept
Das integrierte Handlungskonzept bildet die Grundlage für die
Weiterentwicklung der Neubaugebiete Am Stern und Drewitz im Rahmen des
Bund-Länder-Programms “Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf
- die Soziale Stadt.” Es wurde 2002 von Stadtkontor gemeinsam mit
den städtischen Fachbereichen, den sozialen Einrichtungen und Initiativen
vor Ort sowie den Bewohnern des Stadtteils erarbeitet. 2007/08 wurde dieser Handlungsrahmen als Integriertes Entwicklungskonzept für einen voraussichtlichen Förderzeitraum bis 2012 fortgeschrieben. |
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Masterplan Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld
Hatten sich die Erneuerungsmaßnahmen bis 2005 vornehmlich auf die Verbesserung des direkten Wohnumfeldes, der sozialen Infrastruktur und des Wohnungsbestandes konzentriert, wollte man danach den Versuch wagen, die Neubaugebiete Am Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld enger miteinander zu verknüpfen und zu einem gemeinsamen Stadtteil zu entwickeln. Für das ambitionierte Vorhaben wurde ein Masterplan entwickelt.
Neben den beiden Wohngebieten aus der DDR-Zeit beschäftigt sich das Planwerk auch mit dem in den 90er Jahren errichteten Kirchsteigfeld, der alten Dorflage Drewitz und den angrenzenden Einfamilienhausgebieten, den Gewerbeflächen rund um das Stern-Center sowie den Landschaftsräumen der Umgebung. Der Masterplan legt sechs Bereiche fest, für die Vorschläge zur weiteren Entwicklung unterbreitet werden sollen. Diese will man in den kommenden Jahren konkretisieren und schrittweise umsetzen.
Gartenstadt Drewitz
2009 beteiligte sich die PRO POTSDAM GmbH am Bundeswettbewerb „Energetische Sanierung von Großsiedlungen“ des Bundesbauministeriums. Der Wettbewerbsbeitrag zeigt auf, wie der Wohnungsbestand und die Infrastruktur im Stadtteil unter energetischen Gesichtspunkten erneuert werden können und gleichzeitig neue Wohnungen im Stadtteil entstehen. Der Beitrag wurde mit einer Silberplakette prämiert.
Das städtebauliche Konzept greift zurück auf die im Masterplan Stern-Drewitz-Kirchsteigfeld konkretisierte Idee der Umwandlung der Wohnsiedlung in eine Gartenstadt, die einen hohen Grünanteil aufweist und unter sozialen Gesichtspunkten entwickelt wird. Kernprojekt der Gartenstadt ist die Umgestaltung der Konrad-Wolf-Allee zum zentralen öffentlichen Park des Wohngebiets, für den die jetzigen großflächigen Verkehrsanlagen deutlich reduziert werden sollen.
Neben Wohnungsneubau sieht das Konzept auch einen punktuellen Abriss vor, um die städtebauliche Struktur neu zu ordnen. Die Wohngebäude sollen sich zukünftig um verkehrsfreie Wohnhöfe gruppieren, die für die anwohnenden Mieter grün gestaltet werden sollen. Zu diesem Zweck ist geplant, auch das Straßennetz entsprechend umzubauen. Der Durchgangsverkehr soll zukünftig aus dem Wohngebiet herausgehalten werden.
Zur Zeit arbeitet die Stadtverwaltung Potsdam gemeinsam mit der Pro Potsdam an einem Umsetzungskonzept, das auch die drewitzer Bewohner in die weiteren Entwicklungsschritte einbeziehen soll.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gartenstadt-drewitz.de.
Sozialgutachten
Im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam und Stadtkontor GmbH wurde
2001 von Stadtforschung + Sozialplanung, Frau Dr. I. Beer, in Kooperation
mit USUMA Markt- Meinungs- und Sozialforschung je ein Sozialgutachten
über das Neubaugebiet Am Stern und 2002 für das Wohngebiet Drewitz
erstellt. Für die Sozialgutachten wurden Am Stern 706 und 317 Haushalte
in Drewitz persönlich zu ihrer Wohn- und Haushaltssituation befragt.
Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Wohn- und Lebenssituation
im Gebiet, die Zufriedenheit der Bewohner mit den Wohnungen, dem Wohnumfeld,
mit Nachbarschaft und infrastruktureller Ausstattung. Es werden Bleibe-
und Wegzugsperspektiven aufgezeigt, Bedarfe für kommerzielle, soziale
und kulturelle Angebote sowie Vorschläge für die Weiterentwicklung
der Gebiete deutlich. Die Ergebnisse der Gutachten sind in das Handlungskonzept
mit eingeflossen.
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